19 September 2019

Technik Museum Sinsheim mit Sonderausstellung „Mythos Alfa Romeo“

Neue Halle 3 mit 3.000 Quadratmetern Fläche wird am 19. September 2019 eröffnet. Start mit rund 25 Ausstellungsstücken aus der 109-jährigen Historie von Alfa Romeo. Legendäre Rennwagen, einzigartige Serienfahrzeuge und technische Exponate von privaten Sammlern und dem Werksmuseum „La Macchina del Tempo".

 

Wien, im September 2019

Alfa Romeo ist Thema der ersten Ausstellung in einer neuen Halle 3 im Technik Museum Sinsheim. Ab dem 19. September 2019 werden unter dem Motto „Mythos Alfa Romeo" rund 25 Exponate aus der Historie der 1910 gegründeten Marke gezeigt - eine deutschlandweit einmalige Bandbreite. Die zukünftig wechselnden Ausstellungsstücke sind Leihgaben privater Sammler sowie des Alfa Romeo Werksmuseums „La Macchina del Tempo" in Arese (www.museostoricoalfaromeo.com).

Zum Start sind legendäre Rennwagen wie der Alfa Romeo SE048SP oder der unter dem Spitznamen „Disco Volante" berühmt gewordene Alfa Romeo 1900 C2 zu sehen, außerdem einzigartige Serienfahrzeuge wie der Alfa Romeo 6C 2500 Super Sport sowie technische Exponate wie ein Formel-1-Triebwerk oder ein Antriebsstrang. Die komplett im Design von Alfa Romeo ausgestattete Halle zeigt darüber hinaus interessante Details aus der Geschichte des Unternehmens, zum Beispiel die Entwicklung des berühmten Markenlogos.

 

Eine Stunde südlich von Frankfurt beherbergt das Technik Museum Sinsheim eine dereuropaweit größten Sammlungen von Flugzeugen und Fahrzeugen aller Art, vom Kleinstwagen bis zum Formel-1-Renner. Die neue Halle 3 bietet der Sonderausstellung „Mythos Alfa Romeo" rund 3.000 Quadratmeter Fläche und ist - wie das gesamte Museum - an 365 Tagen im Jahr geöffnet.    

 

Die Exponate aus dem Alfa Romeo Werksmuseum zum Start der Sonderausstellung:

Alfa Romeo 6C 2500 Super Sport (1940)

Wie in den 1930er Jahren in der gesamten Branche üblich, baute Alfa Romeo hauptsächlich Chassis inklusive Motor mit Antriebsstrang. Die Karosserie bestellten Kunden getrennt bei einer der namhaften Carrozzieri in Norditalien. Ein Alfa Romeo Verkaufsschlager der Zeit ist der Tipo 6C 2500, dessen Name ein Verweis auf den Motor ist: 6C steht für sechs Zylinder (im Italienischen „cilindri"), 2500 benennt den Hubraum. Zur Wahl stehen verschiedene Leistungsstufen. Der Zusatz „Super Sport" kennzeichnet das leistungsstärkste Triebwerk. Drei Einfachvergaser sorgen für 81 kW (110 PS). Für den 6C 2500 fertigt unter anderen die Carrozzeria Touring, nicht weit vom Alfa Romeo Werk am Stadtrand von Mailand entfernt, verschiedene Aufbauten. Zur Wahl stehen zwei und viersitzige Cabriolets sowie das im Technik Museum Sinsheim gezeigte zweitürige Coupé.

 

Alfa Romeo 1900 C2 „Disco Volante" (1952)

1952, nach dem Ausstieg aus der Formel 1, erwägt Alfa Romeo verschiedene Möglichkeiten des zukünftigen Engagements im Rennsport. Entwicklungsleiter Orazio Satta Puliga und der von dessen Abteilung „Reparto Sperimentale" neu verpflichtete Konstrukteur Carlo Chiti - später Gründer von Autodelta - erforschen das Potenzial des Alfa Romeo 1900. Sie überarbeiten den Motor durch einen Block aus Leichtmetall und auf zwei Liter vergrößerten Hubraum. Die Leistung steigt so auf 116 kW (158 PS). Als tragende Struktur kommt ein sehr leichter Gitterrohrrahmen zum Einsatz. Die Karosserie wird von der Carrozzeria Touring aus Aluminium in Superleggera-Bauweise gefertigt. 1952 werden zunächst drei zweisitzige, offene Spider gebaut, die fahrfertig nur 824 Kilogramm wiegen. Das futuristische Styling sorgt für den Spitznamen „Disco Volante" (fliegende Untertasse). Ein Coupé, das im Technik Museum Sinsheim ausgestellte Exemplar, wird durch ein aufgesetztes Hardtop vom Spider in ein Coupé verwandelt und bei der Mille Miglia 1953 eingesetzt.

 

Alfa Romeo SE048 SP (1990) und Motor V1035 (1990)

1990 bereitet Alfa Romeo den Einstieg in die Langstrecken-Weltmeisterschaft (World Sportscar Championship) vor. Unter großer Geheimhaltung entwickelt Abarth, wo man zuvor mit einem ähnlichen Rennfahrzeug für Lancia auf diesem Gebiet bereits Erfahrungen gesammelt hat, einen Prototypen nach dem Reglement der sogenannten Gruppe C. Das Chassis besteht aus Kohlefaser, die Karosserie aus Kohlefaser-Kevlar-Verbund. Testfahrten werden mit unterschiedlichen Motoren unternommen. Darunter ist auch ein V10-Saugmotor mit 3,5 Liter Hubraum (Code V1035), den Alfa Romeo ursprünglich 1986 für das Formel-1-Team Ligier entwickelt hat. 1988 absolviert das rund 456 kW (620 PS) starke Triebwerk mit dem ungewöhnlichen Bankwinkel von 72 Grad außerdem Testeinsätze im Alfa Romeo Rennwagen für die geplante, aber nie realisierte Procar-Serie. Weil Alfa Romeo den Einstieg in die Langstrecken-Weltmeisterschaft absagt, wird auch der Tipo SE048SP nie in Rennen eingesetzt.

 

Antriebsstrang Alfa Romeo 156 Crosswagon Q4 (2004)

Mit Q4 bezeichnet Alfa Romeo den permanenten Vierradantrieb mit variabler Kraftverteilung durch Mitteldifferenzial mit Torsen-Technologie (torque sensitive = drehmomentabhängig). Eingesetzt wird der ausgestellte Q4-Antriebsstrang im Alfa Romeo 156 Crosswagon, einer um 6,5 Zentimeter höher gelegten Variante des Sportwagon (Kombi). In diesem Modell realisiert Q4 Im Normalbetrieb eine hinterachsbetonte Kraftverteilung, beim Beschleunigen werden bis zu 80 Prozent des Drehmoments an die Hinterräder geleitet. Ein Vorteil von Q4 ist die Kompatibilität mit elektronischen Sicherheitssystemen, darunter Antischlupfregelung (ASR) und Fahrstabilitätsprogramme wie VDC (Vehicle Dynamic Control) von Alfa Romeo.

 

Windkanal-Modell Alfa Romeo 155 V6 TI (1992)

Mit dem Alfa Romeo 155 V6 TI bestreitet die Marke in den 1990er Jahren die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) und die Nachfolge-Rennserie ITC. Im Premierenjahr 1993 gewinnt Alfa Romeo gegen die starke einheimische Konkurrenz die Marken-Meisterschaft, Werksfahrer Nicola Larini siegt in der Fahrerwertung. Angetrieben wird der Alfa Romeo 155 V6 TI durch einen V6-Saugbenziner mit 2,5 Liter Hubraum, der 1993 rund 309 kW (420 PS) leistet. Das ausgestellte 1:4-Modell diente der aerodynamischen Erprobung des Alfa Romeo 155 V6 TI im Windkanal.

 

Die Exponate des Alfa Romeo Werksmuseum werden bis Mitte Januar 2020 im Technik Museum Sinsheim ausgestellt sein, bevor sie zurück nach Italien gehen und durch andere Exponate aus Arese ersetzt werden. Die Ausstellungsfläche des Werksmuseums „La Macchina del Tempo" sowie der Konzern-Klassikabteilung „FCA Heritage" ist durchgehend in die Bereiche Motorsport, Design, Produktion und Technologie unterteilt.

 

 

Sonderausstellung „Mythos Alfa Romeo"

Technik Museum Sinsheim

Museumsplatz, 74889 Sinsheim

Öffnungszeiten:    wochentags 9:00 - 18 Uhr, Sonn- und Feiertag 9:00 - 19:00 Uhr

 

Weitere Informationen im Internet unter www.technik-museum.de

 

 

 

 

 

Kontakt:

 

Andreas Blecha
Public Relations Manager
FCA Austria GmbH

Schönbrunner Straße 297 - 307, 1120 Wien
Tel:          +43 1 68001 1088
E-Mail:     andreas.blecha@fcagroup.com
Alfa Romeo Presse im Web:
www.alfaromeopress.at

 

 

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